Vergütungstechnik

Überzeugen Sie sich von unserer Qualität!

Für ihren Anwendungsfall suchen wir das richtige Verfahren. Ob große oder kleine Werkstücke, Sie erhalten eine optimale technische und wirtschaftliche Lösung, auch als Dienstleistung für ihre Produktion.


Vergüten – Härten und Anlassen

Unter Härten versteht man, dass ein Werkstück durch eine thermische Behandlung (Austenitisieren und Abschrecken) einen Härteanstieg durch Martensitbildung erfährt. Die Austenitisierungstemperatur (T >800°C) ist je nach Stahlsorte unter-schiedlich. Nach dem Austenitisieren wird in einem für den Stahl und seine Bauweise geeignetem Medium (z.B. Öl, Wasser, Polymerlösung) abgeschreckt. Dem Härten und anschließendem Reinigen folgt zwingend ein Anlassen, um den sehr harten und spröden Werkstoffzustand in eine gebrauchsfähige Feder zu überführen. Dabei sinkt die Härte bei gleichzeitigem Anstieg der Zähigkeit. Mit der Höhe der Anlasstemperatur werden werkstoffabhängig die geforderten Eigenschaften (z.B. Zugfestigkeit, Streckgrenze, Bruchdehnung) erreicht. Das genaue Einhalten aller Vergütungsparameter ist zwingend erforderlich, um die gewünschte Federfunktion zu erfüllen.


Zwischenstufenvergüten

Im Gegensatz zum konventionellen Vergüten (Härten und Anlassen) wird beim Zwischenstufenvergüten (bainitisieren) kein martensitisches sondern ein bainitisches Gefüge eingestellt. Auch bei dieser Wärmebehandlung wird das Werkstück nach dem Austenitisieren abgekühlt. Jedoch wird dazu im Allgemeinen ein Salzbad mit einer Temperatur von ca. 300°C - 400°C – sicher oberhalb der Martensitbildungstemperatur - als Abschreckmedium gewählt, um die geforderten mechanischen Eigenschaften wie Härte, Zugfestigkeit und Streckgrenze zu erreichen. Das Härtegut verweilt bis zum Ende der bainitischen Umwandlung im Salzbad. Eine angeschlossene Reinigung schließt den Härteprozess ab. Das bainitische Gefüge hat bei kompliziert geformten und rissempfindlichen Bauteilen große Vorteile, da durch geringere härtebedingte Eigenspannungen Riss- und Verzugsneigungen abnehmen. Auch die dynamische Beanspruchbarkeit, wird durch ausbleibende Anlassversprödung größer.

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